25. März 2026
Beim Blick über mein Leben und meine Lebenslieder, spürte ich den Wunsch, nein, mehr als das, die Sehnsucht, noch einmal zu meinen Wurzeln zurückzukehren. Genau wie damals 1965 bei meiner ersten Schallplatte, meine neuen Lieder ganz schlicht, ganz einfach, ganz allein aufzunehmen, nur eine Gitarre und eine Stimme. Singen und mich begleiten zugleich, eine Einheit sein, in Einklang mit mir, mit all den ungeahnten Freiheiten des Solisten für Tempi, Ausdruck und Improvisation, und den Emotionen freien Lauf lassen, die sich beim lustvollen Musizieren einstellen und die Lieder mit Leben erfüllen.
In seit „Ankomme Freitag, den 13.“ wohlvertrauter Umgebung der Berliner Teldex Studios, nur von meiner Frau und Jörg Surrey, meinem langjährigen Tonmeister, begleitet, konnte ich mich in völliger Intimität und Arglosigkeit den Aufnahmen hingeben.
In meinem Leben haben mich fabelhafte Orchester begleitet, haben liebevolle Arrangeure meine Lieder in den schönsten Farben leuchten lassen, habe ich mit wunderbaren Freundinnen und Freunden musiziert, und ich bin dankbar für jedes der 29 Alben, die davon erzählen. Nun zum 30. ist es Zeit, nach vorn zu sehen und zu den Ursprüngen zurückzukehren. Mit dem Handwerkzeug meiner Jugend, als keiner an mich glaubte, außer ihnen und mir, eine Stimme und eine Gitarre. So habe ich 60 Jahre auf der Bühne gestanden, allein, ein rechtschaffener Liedermacher, und so bin ich in diesem Jahr noch einmal ins Studio gegangen und habe Musik von Hand gemacht.
Mein neues Album wird im September fertig sein.
Coverfoto © Victoria-Luise Mey