Trilogie auf Frau Pohl: Hymne auf Frau Pohl

Im Zimmer ist Mief,
Die Türe hängt schief,
‘S zieht mörderisch durchs Fenster,
Und dann gibt‘s Gespenster,
Die nachts hier tanzen,
Und zahlreiche Wanzen
In den zerschlissenen Betten.
Die Tapete ist nicht mehr zu retten.
Hat Risse schon an allen Enden,
Liegt allein an den schiefen Wänden.
Drei Dielen liegen noch im Zimmer,
Mit zwei‘n wär‘ es weitaus schlimmer.
Dafür hat der Tisch nur zwei Beine –
Na ja, besser als keine.
Ach, du himmlisch gemütliche Wohnstatt
Für achtzig D-Mark im Monat,
Alles inclusive, außer der Liebe!
Denn Damenbesuch ist bei mir nicht drin,
Hier bestimmt eine keusche Vermieterin.
Auf Ihr Wohl!
Alte, fette Frau Pohl!