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über 500 Liedern zum direkten Anhören als Real Media Stream, finden Sie dort über
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sowie über 100 Fotos
aus dem Privat- und EMI Archiv.
Das Angebot wird permanent ausgebaut und mit persönlichen Kommentaren von Reinhard Mey ergänzt. Falls Sie mal den Überblick verlieren sollten, hilft Ihnen die Suchmaschine bei der Suche nach den gewünschten Informationen.



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Obacht, Freunde!



Im Internet tauchen dubiose Börsen und Auktionen auf, die jetzt schon Konzertkarten bzw. Optionen darauf zu absoluten Phantasiepreisen anbieten. Es werden sogar irreführenderweise unter Missbrauch seines Namens Reinhard-Mey-Tickets angeboten. Es ist völlig rätselhaft, woher diese Karten kommen sollen, der Vorverkauf beginnt erst am 17.09.2010. Es gibt keine Vorabverkäufe, keine Abgabe an Wiederverkäufer, keinerlei Bevorzugungen oder größere Kartenkontingente. Wir empfehlen dringend, den regulären Vorverkaufbeginn abzuwarten und die Karten nur zu den aufgedruckten, offiziellen Preisen bei den bekannten, seriösen Vorverkaufstellen zu kaufen. Nur dort gibt es die Originaltickets mit der Sicherheit, vor Überraschungen des Schwarzmarktes, Spekulanten und Abzockern geschützt zu sein.
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Holt die Soldaten nach Haus!



Jeder aus der Koalition der schwarz-gelb und rot-grünen Kriegsbefürworter weiß längst, daß dieser unheilige Krieg nicht zu gewinnen ist. Jeder neue Tag, jedes Opfer, jeder Verletzte, jeder Tote ist zu viel. Jede neue Trauerrede, die gebetsmühlenartig „tief empfundenes Mitgefühl“ ausspricht, ist Heuchelei und Hohn, wenn sie aus dem Mund derer kommt, die von ihren weichen, sicheren Parlamentssesseln aus anderer Leute Kinder in den Krieg schicken, dessen Aussichtslosigkeit und dessen tragischen Ausgang sie längst kennen.
Ich möchte nicht eines Tages abtreten und mir den Vorwurf machen müssen „auch du hast geschwiegen“. Darum einmal mehr: Holt die Soldaten nach Haus, jetzt – es ist an der Zeit!
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Afghanistan:



"Es wird erst schlimmer, bevor es besser wird und wir müssen mehr Soldaten schicken, damit wir schneller aus Afghanistan rauskönnen" sagen sie.
Das Trauerspiel von Afghanistan
Der Schnee leis stäubend vom Himmel fällt,
Ein Reiter vor Dschellalabad hält,
"Wer da!" - "Ein britischer Reitersmann,
Bringe Botschaft aus Afghanistan."
Afghanistan! Er sprach es so matt;
Es umdrängt den Reiter die halbe Stadt,
Sir Robert Sale, der Kommandant,
Hebt ihn vom Rosse mit eigener Hand.
Sie führen ins steinerne Wachthaus ihn,
Sie setzen ihn nieder an den Kamin,
Wie wärmt ihn das Feuer, wie labt ihn das Licht,
Er atmet hoch auf und dankt und spricht:
"Wir waren dreizehntausend Mann,
Von Kabul unser Zug begann,
Soldaten, Führer, Weib und Kind,
Erstarrt, erschlagen, verraten sind.
Zersprengt ist unser ganzes Heer,
Was lebt, irrt draußen in Nacht umher,
Mir hat ein Gott die Rettung gegönnt,
Seht zu, ob den Rest ihr retten könnt."
Sir Robert stieg auf den Festungswall,
Offiziere, Soldaten folgten ihm all',
Sir Robert sprach: "Der Schnee fällt dicht,
Die uns suchen, sie können uns finden nicht.
Sie irren wie Blinde und sind uns so nah,
So lasst sie's hören, dass wir da,
Stimmt an ein Lied von Heimat und Haus,
Trompeter blast in die Nacht hinaus!"
Da huben sie an und sie wurden's nicht müd',
Durch die Nacht hin klang es Lied um Lied,
Erst englische Lieder mit fröhlichem Klang,
Dann Hochlandslieder wie Klagegesang.
Sie bliesen die Nacht und über den Tag,
Laut, wie nur die Liebe rufen mag,
Sie bliesen - es kam die zweite Nacht,
Umsonst, dass ihr ruft, umsonst, dass ihr wacht.
"Die hören sollen, sie hören nicht mehr,
Vernichtet ist das ganze Heer,
Mit dreizehntausend der Zug begann,
Einer kam heim aus Afghanistan."
Theodor Fontane, 1859
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